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Zum 50. Jubiläum erfindet sich die Architekten- und Stadt­planer­kammer neu

Gut 300 geladene Gäste kamen am Freitag Abend zum mit zahlreichen Höhepunkten gespickten Geburtstagsfest der Kammer im Wiesbadener RheinMain CongressCenter.

 

Präsidentin Brigitte Holz eröffnete den Festakt und hieß engagierte Wegbegleiter willkommen. In ihrer Rede betonte Holz, dass gute Architektur bedeutend mehr ist als schöne Architektur: „Sie steht für Verlässlichkeit und Beständigkeit, gibt Menschen ein Zuhause, hat auch emotionale Qualitäten und schafft Bindungen.“ Mit den Teilnehmern aus Ehrenamt, Kultur, Politik und Wirtschaft begrüßte Holz den Festredner Prof. Dr. Norbert Lammert, ehemaliger Präsident des Deutschen Bundestages, der über „Demokratie als Bauherr“ sprach und damit an die berühmte Rede gleichen Titels anknüpfte, die Adolf Arndt 1960 zur Eröffnung der Berliner Bauwochen hielt. "Öffentliche Bauten sind immer hochpolitisch", so Lammert.

 

Der gerade wiedergewählte Ministerpräsident Volker Bouffier wendete sich aus der zeitgleich mit dem Festakt stattfindenden konstituierenden Sitzung des Hessischen Landtags mit einer Videobotschaft an die Gäste: „Ich bedanke mich herzlich für die gute Zusammenarbeit und setze auf sie! Die Kammer ist unverzichtbarer Ansprechpartner für die Kommunen und alle Bürgerinnen und Bürger; wir werden auch weiterhin auf Ihren Rat hören und mit ihnen gemeinsam die Dinge erörtern. Herzlichen Glückwunsch zu einer sehr erfreulichen und großartigen Entwicklung.“

Erstmals wurde das neue Corporate Design der Kammer präsentiert und der Film „Ein Blick zurück und zwei nach vorn“ gezeigt. Er verknüpft die nun ein halbes Jahrhundert währende Geschichte der AKH mit einem Blick in die Zukunft und gibt Antworten auf die im Rahmen der Ende 2017 gestarteten Kammer-Zukunftswerkstatt gestellte Frage „Wie wollen wir in Hessen 2040 leben?“

 

Die Suche nach Antworten ging am Samstag am selben Ort mit dem hochkarätig besetzten internationalen Symposium »Räumliche Reflexion / Reflexive Räume« weiter. Zu der mit über 400 Teilnehmern ausgebuchten Tagung waren renommierte Gäste aus den unterschiedlichsten Fachdisziplinen geladen, u. a. der weltweit angesehene Zürcher Landschaftsarchitekt Günther Vogt, der an der Schnittstelle von Architektur und Landschaft arbeitende Künstler Knut Wold aus Norwegen und Stephan Petermann vom Rotterdamer Office for Metropolitan Architecture. Sie diskutierten in drei Foren – Netzwerk und Region, Boden und Spekulation, Natur und Ökonomie – die aktuellen Herausforderungen an unsere Gesellschaft und die gebaute Umwelt und zeichneten ein optimistisches Zukunftsbild.

 

Quelle: AKH, Aktuelles vom 18.1.2019