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THEMENTOUR: IG-Farben-Hochhaus und der neue Campus Westend der Goethe-Universität

Erleben Sie mit uns das goldene Zeitalter der 1920er Jahre, als das ›Neue Frankfurt‹ nicht nur den Siedlungsbau und das Wohnen, sondern gleich eine ganze Gesellschaft reformierte, neue bauliche Maßstäbe setzte und Gebäude errichtete, die zu Architekturikonen wurden.

Frankfurt ist weltweit bekannt durch ihre beeindruckende Skyline, die weiter wächst, sich verdichtet und der die Stadt den Titel ›Mainhattan‹ verdankt. Doch während in den USA bereits 1885 das erste Hochhaus gebaut wurde, dachten die Stadtregierenden und Architekten in Frankfurt erst ab den 1920er Jahren über Hochhausentwicklungen nach - in der Ära des Neuen Frankfurt unter Oberbürgermeister Ludwig Landmann und Stadtbaurat Ernst May. Die Idee einer aufgelockerten Bebauung mit Wohn- und Geschäftshochhäusern hat allerdings vor dem Zweiten Weltkrieg nur fünf realisierte Projekte hervorgebracht. Dafür sind von diesen frühen Hochhäusern alle bis auf eines erhalten geblieben: der Mousonturm [Fritz Mouson, Robert Wollmann, Hermann Geitner, Max Hirsch, 1926], die Großmarkthalle [Martin Elsaesser, 1928], das DGB-Gewerkschaftshaus [Max Taut und Franz Hoffmann, 1931] sowie das IG-Farben-Haus [Hans Poelzig, 1931].

Das allein schon aufgrund seiner außergewöhnlichen Größe beeindruckende IG-Farben-Hochhaus bildet den würdigen Auftakt zu einer Reihe von insgesamt neun Touren, in denen wir beispielhafte Bauten aller sieben Generationen Frankfurter Hochhäuser besichtigen. Immer auch begleiten uns bei diesen Thementouren die geschichtlichen und gesellschaftlichen Begleitumstände sowie die planerischen und gestalterischen Fragen, Lösungsansätze und Umsetzungsstrategien der Epoche und Akteure. Wir tauchen ein in die jeweilige Zeit und ergründen die Gebäude sowie den stadträumlichen Kontext.

Im Falle des IG-Farben-Hochhauses hat sich das Umfeld ebenso gewandelt wie die Nutzung des Gebäudes selbst: von der einstigen Zentralverwaltung der Interessengemeinschaft Farbenindustrie AG, zum Hauptquartier der Amerikanischen Alliierten in Europa von 1945-1995 bis zur aufwendigen Sanierung und Übernahme durch die Johann-Wolfgang-Goethe-Universität 2001. Über die Gestalt der Umnutzung des ingesamt 14,5 Hektar großen Areals, das sich nördlich an das denkmalgeschützte Poelzig-Ensemble anschließt, wurde 2003 entschieden: Der im städtebaulichen Wettbewerb siegreiche Entwurf des Architekten Ferdinand Heide wusste die architektonischen und freiraumplanerischen Qualitäten der historischen Bauten und Grünanlagen aufzugreifen und fortzuführen. Eingebettet in die Landschaft des vorhandenen Parks ist ein Bildungscampus entstanden der Seinesgleichen sucht. Die Architektur und Struktur der Gebäude selbst ist stark beeinflusst und geprägt von den Großformen und der Materialität des IG-Farben-Hauses und Casinos mit Außenfassaden aus Travertin. Dennoch unterscheiden sich alle Gebäude voneinander. Während eines abschließenden Besichtigungsrundgangs über den vielleicht schönsten Uni Campus Europas stellen wir die unterschiedlichen Gebäude der Fakultäten, der angegliederten Institute, des Präsidiums und der Administration vor und erleben den Hochschulalltag auf dem parkartigen Areal nördlich des Poelzig-Baus.

Infos
Datum: Sa, 25. Januar 2020, 14:00 – 16:00 Uhr
Dauer: ca. 2 Stunden
Teilnehmerbeitrag: € 20/ Teilnehmer


Treffpunkt: 10 Minuten vor Führungsbeginn vor dem Haupteingang zum IG-Farben-Haus, Norbert-Wollheim-Platz 1

Anmelde- und Teilnahmebedingungen

  • Tickets können bis zu 72 Stunden vor der Veranstaltung auf eine andere Person übertragen oder storniert werden.
  • Die Tour findet statt bei einer Mindestteilnehmerzahl von 8 Personen und kann bis zu einer max. Gruppengröße von 25 Teilnehmern gebucht werden.
  • Wenn die Tour im begründeten Ausnahmefall nicht durchgeführt werden kann, wird Ihnen der Teilnahmebetrag selbstverständlich in voller Höhe zurück erstattet. Wir benachrichtigen Sie in diesem Fall mindestens 90 Minuten vor der Tour per SMS, weshalb wir um die Angabe einer Handynummer bei der Anmeldung bitten.
  • In der Regel findet die Tour unabhängig vom Wetter statt - deshalb kleiden Sie sich bitte passend und bringen ggf. Regenjacke und/ oder Regenschirm mit!
  • Für diese Tour gilt keine Altersbegrenzung.
  • Diese Tour ist nur bedingt Rollstuhl- und/oder Kinderwagen-gerecht.
  • Bitte kommen Sie 10 Minuten vor Tour-Beginn zum angegebenen Treffpunkt und bringen Ihre Buchungsbestätigung ausgedruckt oder auf dem Handy mit.

 

Rückfragen an: anmeldung@architour.de

in Kooperation mit dem Deutschen Architekturmuseum DAM: www.dam-online.de/Veranstaltungen