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HOCHHAUSSTADT FRANKFURT: mit dem Architekten Jochem Jourdan durch die westlichen Wallanlagen inkl. Innenbesichtigung der ehemaligen Landeszentralbank

Von den unterschiedlichen Plänen der Hochhausentwicklungsplanung über die stehenden und liegenden Hochhäusern des Bankenviertels bis zu den Visionen für die Zukunft der Hochhausstadt Frankfurt.


»Frankfurts heutige urbane Identität ist geprägt durch die Skyline der Wolkenkratzer. Sie ist die einzige europäische Stadt, die die Silhouette der Hochhäuser zeichenhaft zur Vision einer Metropole für das nächste Jahrhundert überhöht. Frankfurt ist in seiner Ökonomie und Wirtschaftskraft nur mit wenigen Städten Europas vergleichbar.« Architekt Jochem Jourdan

 

Frankfurt weist eine überdurchschnittlich hohe Konzentration an Bankinstituten aus, inklusive Landes-, Bundes- sowie Europäischer Zentralbank. Die Magnetwirkung der Finanzbranche wirkt sich auch auf andere Wirtschaftszweige aus und rückt Frankfurt im Angesicht von Brexit und weiteren globalen Verschiebungen der Finanzmärkte in den Fokus international agierender Unternehmen.
Unter diesen und weiteren Einflüssen sieht sich unsere Stadt nach vielen Jahren des langsamen wieder einmal einem sprunghaftem Stadtwachstum und damit verbundenem Maßstabsprung konfrontiert – in Größe, Dichte und Höhe. Um den prognostizierten Zuwachs an Arbeitsplätzen und damit zusammenhängend auch Bewohnerzahlen im Rahmen einer planvollen Stadterweiterung zu begleiten, bereitet das Stadtplanungsamt der Stadt Frankfurt am Main zur Zeit eine Fortschreibung des Hochhausentwicklungsplans von 2008 vor. Diesen entwickelte seinerzeit das Büro Jourdan & Müller PAS basierend auf einem von den gleichen Architekten stammenden Hochhausentwicklungsplan von 1998.
Prof. Jochem Jourdan wird uns in einem dialogischen Stadtspaziergang erklären welche Bauten aus diesen Planungen resultieren, was sich zwischenzeitlich verändert hat und welche Rahmenbedingungen auch heute noch Gültigkeit haben.
Als Beispiel einer bewusst nicht vertikalen, sondern horizontalen Verdichtung, also eines »liegenden Hochhauses«, besichtigen wir zudem das Gebäudeensemble der regionalen Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank, die ehemalige Landeszentralbank, die Jourdan & Müller PAS 1981–1987 in Arbeitsgemeinschaft mit Albrecht und Berghof, Landes, Rang realisierten. Zur Taunusanlage hin verbirgt sich der postmoderne Bau hinter den historischen Fassaden der ehemaligen Reichsbankhauptstelle von 1929/32 und zweier flankierender Gründerzeitvillen. Erst der halböffentliche Platz dahinter, der Taunusplatz, gibt den Blick frei auf das preisgekrönte zentrale Dienstgebäude: den 1988 bezogenen, architektonisch herausragenden Neubau im Stil der Postmoderne. Verschiedene Traditionen der Baukunst verbindend, bedienten sich die Architekten aus dem Repertoire der Geschichte und zitieren Elemente der Renaissance bis hin zum Wiener Jugendstil, die sie bis ins Detail zu einer ganz eigenen Formensprache kombinierten. Klare Beziehungsachsen, symmetrische Ordnungen und ein geometrischer Formenkanon bestimmen die Gestaltung und laden uns ein zu einem Rückblick auf eine Zeit, in der ebenso viel gebaut wurde, wie heute wieder – fast 40 Jahre später.
Überzeugen Sie sich selbst und schauen, ob die architektonische Qualität und die in den Bau integrierten Kunstwerke das einlösen, was sich die Bauherrn im Architektenwettbewerb Anfang der 1980er Jahre wünschten: „ein funktionales aber auch schönes, nicht abweisendes, weder kaltes noch protziges Gebäude mit humanen Arbeitsplätzen“.

Die Partner
Die Deutsche Bundesbank ist als Zentralbank der Bundesrepublik Deutschland Teil des Eurosystems. Gemeinsam mit den anderen Zentralbanken und der Europäischen Zentralbank (EZB) sorgt sie für einen stabilen Euro. Daneben bringt sie das Euro-Bargeld in Umlauf und sichert die reibungslose Abwicklung des unbaren Zahlungsverkehrs. In Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und der EZB ist die Bundesbank für die Bankenaufsicht zuständig. Mehr Infos unter www.bundesbank.de

 

Infos
Datum: Di 28.4., Di 12.5. oder Di 26.5. ab 18 Uhr
Dauer: ca. 2 Stunden


Treffpunkt: 10 Minuten vor Führungsbeginn vor der Euro-Skulptur am Willy-Brandt-Platz
Rollstuhl- und/oder Kinderwagengerecht: Nein


Mindestalter: keine Altersbegrenzung


 

Rückfragen an: anmeldung@architour.de