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DIE FRANKFURTER SKYLINE

Markenzeichen der Main-Metropole

Weltweit bekannt ist Frankfurt unter anderem wegen seiner Skyline, die weiter wächst, sich verdichtet und der die Stadt den Titel »Mainhattan« verdankt. Frankfurt ist nicht New York – und doch: Bei näherer Betrachtung lassen sich sehr viel mehr Parallelen erkennen, als nur die ikonografische Wirkung der Hochhaussilhouetten.
In beiden Metropolen lebt eine vornehmlich progressive internationale Stadtgesellschaft, die aktiv am Weltgeschehen mitwirkt und gleichzeitig die Annehmlichkeiten eines urbanen Umfelds schätzt. Trotz aller Höhen- und Größenrekorde bleibt der menschliche Maßstab in Frankfurt bewahrt. So finden sich in direkter Nachbarschaft zum zentralen Bankenviertel, mit seinen himmelstürmenden Türmen der Großbanken und Stein gewordenen Markenzeichen internationaler Unternehmen, gründerzeitlich geprägte Stadtteile zum Wohnen, Einkaufen und Ausgehen.

STADT AM FLUSS

Vom Westhafen über das Museumsufer bis zum Osthafen

Nachdem die Naherholungsqualität des Mainufers rund 100 Jahre lang der Industrialisierung zum Opfer fiel, erinnerte sich die Stadt mit Beginn der Umwelt- und Ökologiebewegung in den 1970er Jahren wieder ihres Nameszusatzes. Frankfurt zurück an den Main zu bringen - das war das Leitbild der Stadtentwicklung in den folgenden 30 Jahren. Im ersten Schritt wurde die Idee des Museumsufers geboren: Ein heute noch als genial zu bezeichnender Impuls, um das seinerzeit schlechte Image der Stadt zu wandeln. Das Museumsufer wurde zum Ziel jeder Architekturexkursion und die städtebaulichen Ideen und sehr unterschiedlichen Architekturkonzepte namhafter Architekten sind noch heute gestaltprägend und Ausgangspunkt weiterer Entwicklungen.
Flankiert vom Westhafen, mit komfortablen Wohnhäusern, markanten Bürogebäuden und einer Marina im Westen und dem ehemaligen Schlachthofareal, dem heutigen Deutschherrnviertel, im Osten, ist das Museumsufer Teil einer Gesamtentwicklung, die den Fluss wieder in ihre Mitte nimmt.


DAS NEUE FRANKFURT DER 1920ER

Rückblick auf die Siedlungen der Ära Ernst May und Team

DAS NEUE FRANKFURT DER 2000ER

Nicht mehr Siedlungen sondern Quartiere



stadtquartiere

FRANKFURTS NEUE ALTSTADT

ein Stück Stadtgeschichte zwischen Dom und Römer, zwischen Neubau und Rekonstruktion

Die Frankfurter Altstadt wurde im zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört. Bis dahin eine der größten Fachwerkstädte Deutschlands, sollten in den Diskussionen um eine angemessene Neugestaltung des historischen Zentrums viele Jahrzehnte vergehen, bevor die Sehnsucht nach dem historischen Vorkriegszustand das heutige DomRömer Areal hervor brachte. Möglich wurde dies durch den Abriss des Technischen Rathauses, eines im zeittypischen Stil des Brutalismus der 1960er und 70er Jahre errichteten Baus auf einem 7000 qm großen Grundstück. Auf dieser Fläche im zentralen Teil der Altstadt zwischen Römer und Dom entstanden insgesamt 35 Häuser auf historischen Parzellen: 20 als Neubauten sowie 15 als schöpferische Nachbauten. Sie bilden alle bedeutenden Epochen und Baustile ab, die auch in der historischen Altstadt zu finden waren und bringen so das Altstadt-Flair zurück in die historischen Gassen. Ergänzt wird das neue Ensemble durch weitere Neubauten, die durch eine unverwechselbare Architektur und Neufassung des öffentlichen Raums überzeugen.

HIBDEBACH UND DRIBDEBACH

Frankfurts alte Altstadt am südlichen Mainufer:
Alt-Sachsenhausen

Im hippen Stadtteil Sachsenhausen treffen ganz unterschiedliche Stadtteilqualitäten aufeinander. Neben dem allgemein beliebten Gründerzeitquartier rund um die attraktive Shoppingmeile der Schweizer Straße, mag das kleine, etwas heruntergekommene Alt-Sachsenhausen zunächst befremdlich wirken. Im Licht der geschichtlichen Entwicklung und in Verbindung mit planerischen und architektonischen Impulsen für den Imagewandel, gewinnen die schmalen Straßen und kleinen Plätze mit Kopfsteinpflaster, Fachwerkhäusern und Brunnen allerdings eine neue Dimension. An keinem anderen Ort der Stadt gelingt auf so kleinem Raum die Symbiose aus Alt und Neu. Dort wo früher einfache Leute lebten – Fischer, Weber und Gärtner – existiert heute ein buntes Nebeneinander von Apfelweinlokalen mit lauschigen Höfen, Szene-, Shisha- und Karaoke-Bars sowie neuen Wohn-, Atelier- und Gästehäusern. Projekte wie das Büro- und Wohnhaus der Architektin Marie-Theres Deutsch, der »Kleine Ritter« von Franken Architekten und die Umnutzung und bauliche Erweiterung eines gründerzeitlichen Eckgebäudes zu einem Haus für eine Gästegemeinschaft inklusive Küche und Essbereich für gesellige Abende beweisen, dass sich Veränderungen selbstbewusst und harmonisch zugleich vollziehen können.


DIE INNENSTADT

Das kommerzielle Herz der Stadt

Auch wenn zuallererst die Frankfurter Skyline, der Dom und das Mainufer das Interesse des Stadtbesuchers wecken mag: Den besonderen Charakter der Stadt spürt man erst mit dem Besuch der Innenstadt und der umliegenden Stadtteile. Hier wird Geschichte und Tradition groß geschrieben und gleichzeitig ein bemerkenswert harmonisches und anregendes Miteinander verschiedener Kulturen gepflegt. Nicht zu Unrecht wird daher die vergleichsweise kleine Großstadt Frankfurt auch Metropole genannt.
Börse und Messe unterstreichen die Bedeutung Frankfurts zusätzlich als wichtigen internationalen Handelsplatz. Durch seinen Flughafen – der größte Deutschlands und internationales Verkehrskreuz – sind Frankfurt und die Region sehr gut erreichbar und bieten Fluggästen die Chance eines schnellen Abstechers in die Innenstadt.

FRANKFURT–OSTEND

Ein Stadtteil im Wandel

Die Stadt Frankfurt hat sich in den vergangenen 30 Jahren das Mainufer zurück erobert, dessen nordöstlicher Abschnitt seit 2015 durch das neueste Wahrzeichen des Kapitalmarktes, die gläsernen Doppeltürme der Europäischen Zentralbank, geprägt wird. Das vormals schmuddelige Ostend verändert sich derzeit rasant. Neue Quartiere entstehen, mit Namen, die an die industrielle Vorgeschichte erinnern: Schwedler-Carré, Lindley- und Mayfarth-Quartier und neben dem Hafenpark das neue Hafenpark-Quartier. Was bereits in den 1980er Jahren im Rahmen einer ambitionierten städtebaulichen Sanierungsmaßnahme begonnen wurde, fand mit dem Bau der Europäischen Zentralbank auf dem Areal der 1928 von Martin Elsaesser erbauen und heute denkmalgeschützten Großmarkthalle vorläufig seinen architektonischen Höhepunkt. Unkonventionelle Impulse bekam das Quartier bereits vor dreißig Jahren, als in der benachbarten Hanauer Landstraße ein Charakterwandel angestoßen wurde. In den alten Geschäfts- und Kontorhäusern siedelten sich junge Kreativbüros und entlang der Ausfallstaße eine große Anzahl von Autohäusern an. Zwischen Bahndamm im Norden und Hafenbecken des Osthafens sind zwischenzeitlich weitere architektonisch interessante Loftbüro- und Wohnhäuser, Hotels, Agenturen und Infrastruktureinrichtungen entstanden.
Die ungebrochen rege Bautätigkeit zeigt, dass das Frankfurter Ostend sich weiter wandelt vom Industriestandort zum lebendigen Stadtquartier.


RUND UM DIE FRANKFURTER MESSE

Messe und Europaviertel

Bis 2009 war das Areal, auf dem sich heute das Europaviertel befindet, noch eine Brache. Seither ist viel passiert und das Quartier nähert sich seiner Fertigstellung. In direkter Nachbarschaft zur Frankfurter Messe und dem Arbeiterviertel Gutleut entsteht auf dem Gelände des ehemaligen Hauptgüterbahnhofs ein neuer Stadtteil entlang eines 60 Meter breiten und 2,4 Kilometer langen Boulevards. Die Europa-Allee ist zentrale Erschließungsachse und Flaniermeile in einem, gesäumt von Büro- und Wohnhäusern. Hier wird aktuell noch die U-Bahn-Trasse gebaut, die das Quartier in Verlängerung der U5 direkt an den Hauptbahnhof anschließt. Neben einigen bereits fertig gestellten Hochhäusern ist der Rohbau des mit 179 Metern höchsten Wohnhochhauses Deutschlands, der Grand Tower, fast fertig. Weitere Hochhäuser sind im Entstehen, wie der Messeeingang Süd mit einem 118 Meter hohen identitätsstiftenden Mixed-Use Turm, der Porsche Tower, das FAZ-Hochhaus und die als One, the Spin und Eden vermarkteten Skyscraper rund um den Güterplatz. Hier markiert auch das im Herbst 2013 eröffnete Einkaufszentrum Skyline Plaza mit einem 7.300 Quadratmeter großen, öffentlich zugänglichen Dachgarten die Schnittstelle zwischen Innenstadt, Messe und Europaviertel. Direkt daneben liegt das Kongresszentrum Kap Europa, das die Kapazitäten der Messe ergänzt. Entspannung und Skylineblick bietet das Cafè und Restaurant »Laube Liebe Hoffnung« inkl. Aussichtsturm im Europagarten.

DAS FRANKFURTER BAHNHOFSVIERTEL

Arrival City – Ankunfts- und Bleibeort für viele

Frankfurt ist historisch gesehen immer eine »arrival city« gewesen. Die Kombination von Reichsfreiheit und wirtschaftlicher Stärke machte sie schon im Mittelalter zum Ziel von Immigranten, Flüchtlingen, aber auch ausländischen Kaufleuten und die Stadt profitierte davon.

Ursprünglich für wohlhabende Bürger gebaut, ist das Bahnhofsviertel nach dem Krieg ein Ort des Ankommens aber auch des Strandens geworden. Flüchtlinge aus den Ostgebieten kamen, amerikanische Soldaten sammelten hier erste Eindrücke und Glücksritter versuchten sich im Geschäftsleben.

Durch Rotlicht und hohe Kriminalität allgemein ungeliebt, wurde es zum Wohnort von Immigranten, die hier Geschäfte eröffneten und auch die Tradition des Gemüsehandels in der Kronprinzenstraße, nach dem Krieg in Münchner Straße umbenannt, fortsetzten.

Die Probleme sind nicht verschwunden, aber die Kaiser- und Münchner Straße sind mittlerweile Ausgehorte mit multikulturellem Ambiente.

Die Tour beginnt am Hauptbahnhof, dort wo alle ankommen oder ankamen, die Touristen, die Pendler, die ersten italienischen Gastarbeiter und zuletzt die Flüchtlinge. Zwischen Nidda-, Kaiser- und Münchnerstraße geht es auf Spurensuche - historisch, kulturell und auch olfaktorisch.


TRANSITRAUM FRM

Bahnhöfe, Autobahnkreuz, Flughafen



Offenbach

Neue Stadtquartiere am Main

vom Kaiserlei durch das Nordend bis zum neuen Hafenviertel

Der Offenbacher Hafen mit seiner markanten Hafeninsel im Main liegt zwischen der Innenstadt und dem Stadtteil Kaiserlei, welcher die Trennung zwischen den beiden Nachbarstädten Offenbach und Frankfurt markiert. Innerhalb von 20 Minuten kann die Hafeninsel entlang des Mainufer-Radwegs vom Frankfurter Apfelweinviertel Sachsenhausen erreicht werden. Das Hafenbecken, welches von 1902 bis in die 1990er Jahre industriell genutzt wurde, ist 65 Meter breit und 770 Meter lang. Mittlerweile legen hier kleine Motorboote an und sowohl Wassersportler als auch Wasservögel genießen den geschützten Bereich. Für alle Generationen und Bedürfnisse entsteht auf der Insel und am südlichen Ufer des Beckens bis 2020 ein urbaner Ort zum Wohnen, Arbeiten, zum Lernen und Ausgehen. Parks, Plätze und elegante Brücken (von schneider+schumacher) lockern die Bebauung auf und tragen zur maritimen Atmosphäre bei.

Auf der Insel stehen diverse Wohngebäude beispielsweise von Stefan Forster Architekten. Das Quartierszentrum von Hoechstetter und Partner bietet im Erdgeschoss am Hafenplatz Nahversorgung und Gastronomie sowie weiteren Wohnraum in den oberen Etagen. Der Hafencampus von Waechter + Waechter Architekten mit Grundschule und Kindergarten ist das entscheidende Bindeglied zwischen dem bestehenden multikulturellen Offenbacher Nordend und dem neuen Hafenviertel, welches viele Familien mit Kindern anziehen wird. Weitere Wohn- und Bürohäuser sowie der Neubau für die international bekannte HfG (Hochschule für Gestaltung) sind in Planung.

Mainufer, Hafendeck, Hafeninsel, Molenpark, Inselbrücken, Nordend